- Mexikanischer Nackthund - Perro Pelon Mexicano

 

Beschreibung: Diese aus Mexiko stammende Hunderasse ist fast 30 Jahrhunderte alt. Früher nährten sich die Eingeborenen von seinem Fleisch, welches sehr geschätzt war. Als "irdischer Vertreter" des Gottes "Xolotl" angesehen war es seine Aufgabe, die Seelen der Verstorbenen bis zu ihrer ewigen Ruhestätte zu begleiten. Da der mexikanische Nackthund viel Wärme ausstrahlt, wurden ihm heilende Fähigkeiten zugesprochen. Er wurde so auch als eine Art Wärmflasche benutzt. 
Heute gibt es noch ca. 100 Exemplare dieser Rasse weltweit. Dies wird dadurch erklärt, dass im 16. Jahrhundert, nach Ankunft der spanischen Eroberer, die Zucht fast völlig eingestellt wurde. Zudem merzten die Spanier beinahe gänzlich aus. Später waren in Nordamerika Handschuhe aus Xolo-Haut. Da der Nackthund ähnlich wie die menschliche Haut die Fähigkeit zur Bräunung aufweist und damit Ähnlichkeit zur menschlichen Haut besteht, wurden Xolos im 1. Weltkrieg für Experimente mit Giftgas eingesetzt. Erst seit 1950 versucht eine kleine Anzahl von Liebhabern diese Rasse zu fördern und zu retten.
Größe: 2 Variationen:
bulletStandard: 35-58 cm
bulletMiniatur: max. 35 cm
Kopf: Der Schädel ist breit und kräftig, dabei jedoch sehr elegant. Er verjüngt sich allmählich gegen den Fang zu. Der Hinterhauptskamm ist wenig ausgebildet. Das Stop ist nur leicht, aber doch deutlich markiert. Die Begrenzungslinien des Nasenrückens und des Schädels sind fast parallel. Der Fang ist von der Seite betrachtet gerade. Das Ober- und Unterkiefer sind stark entwickelt. Die Lippen liegen straff an. Die Wangen sind wenig ausgebildet.
Der Hals ist verhältnismäßig lang. Er ist schlank, biegsam, muskulös und sehr elegant. Die Haut dort ist fest, elastisch und ohne Wamme.
Zähne: Es liegt ein Scherengebiss
Augen: Von mittlerer Größe, mandelförmig; sie drücken Aufmerksamkeit und Lebhaftigkeit aus; die Farbe der Augen ist entsprechend den verschiedenen Farben des Haarkleides vielfältig und geht von schwarz über kaffeebraun, braunrot und bernsteinfarben bis zu gelb. Eine möglichst dunkle Farbe wird vorgezogen, und beide Augen sollen gleichfarbig sein. Die Farbe der Augenlider geht von schwarz über braun bis zu grau; heller gefärbte oder rosafarbene Flecken an den Lidern sind zulässig, jedoch nicht sehr erwünscht.
Ohren: Die Ohren sind lang, groß und ausdrucksvoll, sehr elegant und von feiner Beschaffenheit; sie erinnern an die Ohren einer Fledermaus. Bei Aufmerksamkeit werden sie immer aufgerichtet getragen, wobei ihre Achse einen Winkel von 50-80o zur Horizontalen bildet. Hunde mit kupierten Ohren oder mit Hängeohren werden disqualifiziert.
Körper: Der Körper ist kräftig gebaut, mit einem wenig ausgeprägtem Widerrist. Der Rücken ist gerade. Die Lenden sind kräftig und muskulös. Die Kruppe ist kräftig gebaut, muskulös und leicht gerundet. Im Profil ist die Kruppe leicht konvex, mit einer Neigung von ca 40° zur Horizontalen.
Die Brust ist lang und tief und reicht bist zu den Ellenbogen. Die Rippen sind leicht gewölbt, aber nie flach. Der Bauch ist ebenfalls muskulös und gut aufgezogen. Die untere Begrenzungslinie verläuft elegant: sie beginnt unten an der Brust und folgt der aufsteigenden Linie des Bauches.
Rute: lang, dünn, mit einigen borstigen Haaren; sie ist  tief angesetzt, reicht bis zu den Sprunggelenken und verjüngt sich gegen die Spitze zu. Sie wird hoch und säbelförmig getragen.
Vorderbeine: Von vorne gesehen sind sie gerade, senkrecht, in guter Proportion und von guter Länge im Verhältnis zum Körper. Die Schultern sind flach und muskulös; Die kräftigen Ellenbogen liegen dicht an der Thoraxwand; sie sind nie nach außen gedreht.
Hinterbeine: Von hinten betrachtet sind diese völlig gerade und zueinander parallel, mit breiten, stark bemuskelten Keulen; niemals eng gestellt. 
Pfoten: mittellang (Hasenpfoten) mit gewölbten, dicht aneinanderliegenden Zehen. Diese sind mit borstigem Haar versehen. Die Krallen sind kurz und von schwarzer Farbe bei Tieren mit dunklem Haarkleid; sie sind heller gefärbt bei bronzefarbenem oder goldgelbem Haarkleid. Die Ballen sind hart und sehr widerstandsfähig. Die Zwischenzehen-Membranen sind gut entwickelt. Afterkrallen müssen an allen Extremitäten entfernt sein.
Haut: Die Haut ist glatt und sehr empfindsam bei der Berührung
Fell: völliges Fehlen von Haar am Körper mit Ausnahme von kurzen (niemals langem), borstigen und dichtstehende Haar von irgendwelcher Farbe an der Stirne und am Nacken auf. Oft sind ebenfalls die Pfoten und die Spitze der Rute mit rauem Haar versehen.
Farbe: Die Farben reicht von schwarz über schwärzlich-grau, schiefergrau, dunkel grau, rötlich, leberfarben, bronzefarben bis goldgelb. Es kommen auch gefleckte Exemplare vor (auch weiße Flecken). Einfarbige Hunde und Hunde mit dunkler Farbe werden vorgezogen. Die Nase ist bei Hunden mit dunklem Haarkleid tief dunkel gefärbt, bei Hunden mit bronzefarbenem oder goldgelbem Haarkleid rosa oder kaffeebraun; bei gefleckten Hunden kommen depigmentierte Stellen vor.
Gang: langer, eleganter und elastischer Schritt; der Trab ist rasch und fließend; Kopf und Rute werden immer hoch getragen.
Pflege: Die Haut muß besonders gegen die Witterungen geschützt werden
Futterbedarf:  
Platzbedarf  
Auslauf:  
Charakter: Stiller und ruhiger Hund, fröhlich, aufmerksam, aufgeweckt, gegenüber Fremden misstrauisch; guter Wächter, vorzüglicher Hausgenosse.
Züchter:  
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