| Beschreibung: |
Der Name
Bloodhound (Bluthund) gilt für einen ganz und gar sanftmütigen Hund. Das Tier ist
keineswegs blutrünstig und nicht zu verwechseln mit jenen scharfen Hunde, die in Amerika
zur Sklavenjagd eingesetzt wurden. Schweißhund wäre die richtige Übersetzung, denn das
englische Wort Bloodhound weist auf die ursprüngliche Aufgaben der feinnasigen Bracken
hin: Sie verfolgten die Blut-(Schweiß-)Spur von angeschossenem Wild.
Diese Rasse - wahrscheinlich die älteste ihrer Art - soll von den schwarzen und
schwarzbraunen Bracken abstammen mit denen der heilige Hubertus um das Jahr 700 jagte.
Diese soll dann von ihm in eine Abtei der belgischen Ardennen gebracht worden sein, die
nach ihm benannt wurde und in der diese Rasse bis zur Französischen Revolution gezüchtet
wurde.
Sie wurde mit anderen Bracken eingekreuzt, um den besonders gut ausgebildeten
Geruchsinn, die Nase weiterzuvererben. Durch Einkreuzen von Doggenblut erhielt der begabte
Fährtensucher seine heutige Größe. Seine Urahnen wahrscheinlich Keltenbracken und die
Ahnen, Hubertushunde, waren kleiner.
Aus dem Laufhund und Jäger ist mittlerweile ein Haus- und Gebrauchshund geworden. Als
ausgezeichneter Spurensucher ist er in England bei der Polizei unentbehrlich geworden und
macht sich in Schottland bei der Suche nach Lawinenopfern verdient. Ein normaler Jagdhund
nimmt die Spur eines Menschen nur zwei bis vier Stunden wahr. Die Höchstleistung eines
Bluthundes liegt bei 13 Stunden. Durch seine Verwendung in der Armee und bei der Polizei
verbreitete sich der Hubertushund in Europa.
Der sanftmütige Kerl eignet sich jedoch kaum zum Wachhund. er gibt meist nur auf
der Fährte Laut. Das feinfühlige Tier, das auf Lob und Tadel sofort reagiert, hat sich
in Deutschland nicht durchgesetzt. Trotz seiner hohen Qualitäten ist sein Ruf durch die
irrtümliche Interpretation seines Namens getrübt.
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| Größe: |
| Rüde: |
65 bis 70 cm / 50-60 kg |
| Hündin: |
60 bis 67 cm / über 40 kg |
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| Körperbau |
Ein großer Hund, mit kräftigem, gut geformtem Kopf. Die Augenfarbe
variiert von dunkelbraun bis gelb. Die Augenlider sind hängend, was den Hund einen
traurigen Ausdruck verleiht. Die Kopfhaut ist faltig. Die Ohren sind extrem lang und dünn
und sind sehr tief angesetzt. Sie fallen in zwei Falten nach vorne. Die Läufe sind stark
und schwer. Der Hals ist lang, was beim Verfolgen einer Fährte dem Jagdhund ermöglicht,
die Nase im Laufen auf dem Boden zu halten. Die Brust ist breit. Die Rute wird in einem
elegantem Bogen etwas höher als die Rückenlinie getragen, aber niemals über den Rücken
oder als Ringelschwanz. |
| Fell: |
kurz und hart am Körper, auf Ohren und Schädel jedoch fein und seidig.
Der unter Teil der Rute wird von etwa fünf Zentimeter langen Haaren bedeckt, die zur
Spitze hin kürzer werden. |
| Farbe: |
lohfarben oder rot mit schwarzem Mantel oder einheitlich rot. Die Nase ist
immer schwarz. Weiß ist nicht erlaubt, bis auf kleine Flecken an Brust und Läufen. |
| Pflege: |
Die Pflege des kurzen Fells ist unproblematisch: es wird täglich mit
einem Noppenhandschuh gepflegt. |
| Futterbedarf: |
viel Futter wird benötigt |
| Platzbedarf |
großer Platzbedarf |
| Auslauf: |
Sehr viel Auslauf ist nötig. Ohne genügend Auslauf wird der Bloodhound
nicht glücklich |
| Charakter: |
Das dickköpfige, anhängliche, sanftmütige und feinfühlige Tier braucht
Zuwendung, Zeit und Anerkennung |
| Züchter: |
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